Manuelle Einstelltechnik
Der Einsatzbereich von manueller AuE-Einstelltechnik für Mehrlenkerachsen ist weit gefächert. Sie wird gezielt genutzt, wenn kein vollwertiger Serien- bzw. Volumenprozess abzubilden ist. Die Anlagen helfen durch geringe Investitionskosten nachhaltig bei Optimierungsprozessen.
Sie werden beispielsweise verwendet bei
- der Produkt- und Prozessentwicklung
- als Gegenmessvorrichtung
- als Notfallstrategie in der Serie oder
- als Qualitätstor in der Kleinstserie
Durch das Vermessen und anschließende Einstellen werden die Haupteinflussgrößen aus Bauteiltoleranzen kompensiert. Die Investition in Einstelltechnik stellt hier eine kostengünstige Alternative zur starken Einschränkung von Toleranzen bei Achskomponenten dar. Produktentwickler und Planer können hieraus das reale Verhalten des Gesamtsystems Achse im Herstellprozess bewerten, hieraus Maßnahmen ableiten und es kann später in der Serie zusätzlich eine Validierung der Einstellsituation erfolgen. Ebenfalls werden in der Serienfertigung manuelle Einstellanlagen als Back-up Strategie zu Voll- bzw. Halbautomaten oder bei Kleinstserien als Qualitätstor für den Montage- prozess eingesetzt. Die Anlagen sind aufgrund geringer mechanischer, elektrischer, aber auch messtechnischer Komplexität kostengünstig, einfach zu nutzen und mit geringem Aufwand für Folgetypen modifizierbar. Die Bedienung erfolgt durch Beladung mittels eines Hebezeuges, danach wird die manuelle Vermessung und Einstellung in Konstruktionslage durchgeführt. Optional werden Fahrzeugbelastungen simuliert.
Die Anlagen sind charakterisiert durch
- eine Taktzeit von ca. 5 min und
- eine Erstdurchläuferquote* von ca. 60..75 %
Eingesetzt werden manuelle Einstellanlagen von AuE z.B. bei BMW, GM-Huizhong, Mazda-FAW oder VW.
*das Erreichen der Endeinstellung ohne Nachjustierung im Fahrzeug

