Federbein

Montageanlage Federbein

Die Lebenszeit von Montageanlagen verringert sich aufgrund kürzerer Modellzyklen bzw. schnellerer Designwechsel immer mehr, daher ist eine halbautomatische Montagelinie oft die beste Lösung bei der Gesamtbetrachtung von Investitionskosten, laufenden Betriebskosten, erforderlichen Taktzeiten sowie modellbedingtem Output.


Halbautomatische Anlage

Die halbautomatische Federbeinmontage hat den Vorteil, dass zwischen dem Spannvorgang der Feder und der sicheren Verschraubung des Flanschlagers keine manuellen Eingriffe notwendig sind bzw. zugelassen werden. Durch verfahrbare Dämpferaufnahmen sind Federbeine mit unterschiedlichen Aushublängen montierbar.

Auf einer vertikal verfahrbaren Konsole werden jeweils ein linker und ein rechter Stoßdämpfer in eine Spannvorrichtung eingelegt und mit Gummipuffer, Faltenbalg, Feder und Axiallager bestückt. Nachdem Zentrierdorne auf die Stoßdämpfer aufgesetzt worden sind, wird das Axiallager über eine Zentrierglocke am Zentrierdorn ausgerichtet. Nun senkt sich von oben eine Konsole ab und spannt die Feder über die Zentrierglocke und das Axiallager vor.

Zwei verriegelbare Zangen spannen die Flanschlager formschlüssig ein. Nachdem die Konsole wieder nach oben gefahren ist, kann ein Werker die Zentrierglocken und Zentrierdorne entnehmen. Die Flanschlager werden nun auf die Axiallager aufgelegt und die Muttern auf die Stoßdämpfer aufgefädelt.

Der Schraubvorgang erfolgt automatisch, indem die Schraubspindeln auf die Muttern abgesenkt werden. Gegenhalter zur Aufnahme der Anzugsmomente sind in den Schraubspindeln integriert und tauchen in ein Innensechskant im Stoßdämpfer ein.

Anlagencharakteristika

  • Sequenzfertigung bei Auswahl zwischen mehreren Grundtypen von Federbeinen inklusive zusätzlicher Federvarianten
  • Taktzeit: ca. 4 min pro Paar (halbautomatisch)
  • Kontermoment: ca. 100 Nm
  • Hold&Drive Kombination

Anlagen dieser Bauart sowie komplette Montagelinien sind bei Audi in Györ, Ingolstadt und Neckarsulm im Einsatz.

Federbein

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