Verstemmstation

Verstemmstation

Die Verbindung von Antriebswellen zu Radlaufteilen zählt zu den großen Herausforderungen im Fahrzeugbau. Bei sicherheitsrelevanten Verbindungen mit hohem Drehmoment wird die Zentralmutter daher in der Regel automatisch in eine Nut des Achsstummels verstemmt, um eine kraft- und formschlüssige Verbindung zu gewährleisten. Darüber hinaus bietet der automatisierte Prozess einen ergonomischen Vorteil gegenüber dem manuellen Verstemmen mithilfe eines Meißels.

Automatisches Verstemmen

Die Verstemmstation besteht aus folgenden Hauptbaugruppen:

  • Grundrahmen
  • Lokalisierungsbaugruppe
  • Verstemmbaugruppe
  • qualitätsüberwachende Baugruppe

Über mechanische bzw. optische Suchsysteme wird die zu verstemmende Verbindung lokalisiert. Der für den Verstemmprozess optimierte Stemmmeißel wird sowohl an der exakten Position als auch im richtigen Winkel zugeführt. Die eigentliche Verstemmung erfolgt Kraft-Weg-überwacht. Je nach technischer Anforderung erfolgt eine einseitige oder beidseitige Verstemmung.

Das Ergebnis kann mittels eines Kamerasystems ausgewertet werden, da lose Verbindungen oder Verstemmungen, bei denen ein teilweises Lösen möglich ist, ein Sicherheitsrisiko darstellen. Aus Gründen der Rückverfolgbarkeit werden alle Daten gespeichert.

Anlagencharakteristika

  • Taktzeit: 60 s.
  • Stemmkraft: 10 kN
  • Positioniergenauigkeit: ± 0,1 mm
  • Suchen Schneidposition mechanisch oder per Kameratechnik

Schwerpunktmäßig werden Verstemmstationen von AuE bei hohen Momenten zum Sichern der Zentralmutter an LKW- und PKW Achsen (z.B. C- bzw. E Klasse) der Daimler AG eingesetzt.


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